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Auxerrois

Die Auxerrois ist eine weiße Rebsorte. Die Rebe gehört zur Gruppe der Burgunder. Synonyme: Auxerrois de Laquenexy oder Auxerrois Blanc de Laquenexy, Blanc de Kienzheim, Pinot Auxerrois.

Der Name stammt wahrscheinlich aus der französischen Grafschaft Auxerre, aus deren Umgebung sie stammt. Im südwestfranzösischen Anbaugebiet Cahors wird auch die rote Rebsorte Malbec als Auxerrois bezeichnet.

Die Verbreitung der Rebsorte ist mit der Vertreibung der Hugenotten aus Frankreich verbunden. Die vertriebenen Winzer nahmen die Rebe mit und pflanzten sie in ihren neuen Heimaten an. Man findet sie heute and der luxemburgischen Mosel und im französischen Elsass. In Deutschland wird sie häufig an der saarländischen Obermosel in den Weinbauorten Nennig, Perl, Oberperl und Sehndorf angepflanzt. In Baden findet man sie im Kraichgau und im Markgräflerland. Die weltweite Verbreitung der Sorte dürfte bei ca. 2300 Hektar bestockter Rebfläche liegen (Stand 1999).

Merkmale: Aufgrund genetischer Untersuchungen von 322 Rebsorten stellte sich heraus, dass die Sorten Aligoté, Aubin Vert, Auxerrois, Bachet Noir, Beaunoir, Chardonnay, Dameron Franc Noir de la Haute Saône (oder auch kurz Dameron), Gamay Blanc Gloriod, Gamay, Knipperlé, Melon de Bourgogne, Peurion, Romorantin, Roublot und Sacy alle aus spontanen Kreuzungen zwischen Pinot und Gouais Blanc entstanden. Da die genetischen Unterschiede zwischen Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir äußerst gering sind, liegt eine genaue Spezifizierung des Pinot-Typs noch nicht vor.

Weintypus: Der Wein aus dieser Traube erinnert an Weißburgunder, allerdings mit weniger Säure.

Cabernet Sauvignon

Die Cabernet Sauvignon ist eine rote Rebsorte.

Sie stammt von der Cabernet Franc x Sauvignon Blanc (durch DNA-Analyse 1997 nachgewiesen) ab. Beheimatet ist sie im Bordelais, hat aber von hier ihren Siegeszug in die ganze Weinbau-Welt angetreten, in jüngerer Vergangenheit verstärkt auch nach Übersee. Mit rund 150.000 Hektar Rebfläche weltweit liegt sie an achter Stelle.

Synonyme: Bidure, Marchoupet, Petite Vidure (fr), Burdeos Tinto (es), Bordeaux, Bordo, Bouchet, Breton, Cabernet Petit, Carbonet, Carmenet, Castet, Kaberne Sovinjon, Lafet, Lafit, Navarre, Petit Bouchet, Petit Cabernet, Sauvignon Rouge, Vaucluse, Veron und Vidure.

Der Cabernet Sauvignon wurde in Frankreich bereits im Jahre 1635 urkundlich erwähnt - damals sandte Kardinal Richelieu dem Abbé Breton mehrere tausend Rebstöcke. Der Name Bidure bot Anlass zur Vermutung, dass sie von der von Plinius dem Älteren (23-79) erwähnten, antiken Sorte Biturica abstammen könnte. Erst ab Ende des 18. Jahrhunderts trat die Sorte im Bordeaux verstärkt in Erscheinung, besondere Verdienste werden Armand d´Armailhacq und Baron Hector de Brane zugeschrieben. Heute dominiert sie vor allem in den großen Weinen des Médoc.

Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Die Sorte wird in ihrer Heimat Bordeaux nur relativ selten pur angeboten, da sie sich hervorragend zum Verschnitt mit anderen Rebsorten (dort mit Merlot und Cabernet Franc, gelegentlich auch Malbec und Petit Verdot in Übersee auch mit Syrah) eignet und der Verschnitt, die "Cuvée", oftmals noch ein wenig besser ist als die zur Herstellung verwendeten Einzelweine.

Berühmt sind die "Sassicaia"-Weine des Weingutes "Tenuta San Guido" in der Toskana. Der Sassicaia von 1985 erzielt im Handel nicht selten einen vierstelligen Preis. Da diese Weine den italienischen Weinvorschriften zu Folge als Cabernet-Weine nicht dem Rebsortenspiegel für Qualitätsweine entsprechen, firmieren sie in der Regel als Vino da Tavola (Tafelwein), der untersten Stufe der Qualitäts-Skala. Die Unsinnigkeit dieser Einstufung ist inzwischen erkannt, und zahlreiche toskanische An-baugebiete erlauben den reinsortigen Cabernet- oder auch Merlot-Ausbau. So ist für den Sassicaia eine eigene DOC Bolgheri gegründet worden.

Fast jedes Land mit nennenswertem Weinbau hat Cabernet in seinen Weinbergen. Die besten sortenreinen Cabernets werden in Kalifornien und der Toskana hergestellt. In Kalifornien gilt der reinsortige Ausbau als die höchste Vollendungsstufe und liefert Weine der Weltklasse. Cuvées mit Cabernet werden dort oft als Bordeaux-Blends bezeichnet.

In Australien ist der Cabernet Sauvignon nach der Syrah die zweitwichtigste rote Rebsorte mit insgesamt 28.621 Hektar bestockter Rebfläche (Stand 2005).

Merkmale: Der Cabernet verbringt oft 15 bis 30 Monate im neuen oder gebrauchten Eichenfass (oder Barrique) aus Frankreich, Slowenien oder Amerika. Diese Lagerung verleiht, wenn sorgfältig ausgeführt, dem Wein Röst- oder Vanille-Aromen und mildert die Strenge der Tannine. Durch diesen Ausbau kann der Winzer speziell den Cabernet stark beeinflussen, ihm Tannine entziehen oder ihm einen Eichengeschmack geben.

Weintypus: In seiner Jugend ist der Wein aus der Cabernet-Sauvignon-Rebe fruchtig, rauh und gerbstoffbetont mit kräftiger "Nase". Ein guter Cabernet-Sauvignon verwöhnt im Laufe seiner Reifung zunehmend mit feinen Röstaromen, Aromen von schwarzen Johannisbeeren, oft auch an Lakritze erinnernd und grüne Paprika.

Chardonnay

Weißwein - Rebe

Die Chardonnay ist ursprünglich im Burgund beheimatet, wo sie nach wie vor die besten Früchte trägt. Hier gibt es eine kleine Gemeinde mit dem Namen Chardonnay, einer von Cardonnacum abgeleiteten Ortsbezeichnung. Unter Cardonnacum versteht man eine Gegend mit zahlreichen Disteln.

Sie ist eine nicht zu Unrecht weltweit in Mode gekommene weiße Traube. Die Chardonnay ist genotypisch nicht verwandt mit den Burgundersorten, auch wenn dies aufgrund der phänotypischen Ähnlichkeit häufig behauptet wird. Sie ist keine Burgundersorte, sondern ein Burgundertyp. Eine im Jahr 1998 breit angelegte DNA-Analyse ergab, dass die Chardonnay das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung von Pinot und Gouais Blanc ist. Da die genetischen Unterschiede zwischen Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir äußerst gering sind, liegt eine genaue Spezifizierung des Pinot-Typs noch nicht vor. Als einer der wenigen Weißweine kann der Chardonnay durchaus von der Reife in Eichenfässern profitieren. Typisch ist sein Geschmack nach Walnüssen.

Synonyme sind Pinot Chardonnay, Beaunois, Morillon, Weißer Clevner und Feinburgunder.

Die Rebe hat eine so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird.

Merkmale: Stellt an das Klima wenig Ansprüche, ihr Anbau ist nicht auf die gemäßigten Bedingungen ihrer burgundischen Heimat angewiesen. Der frühe Austrieb macht sie allerdings für Spätfröste anfällig. Dafür ist sie allerdings auch im Herbst früh reif. Sie bevorzugt kalkhaltige Böden.

Weintypus: Die Chardonnay gilt wie auch die Riesling als sehr hochwertige Weißweintraube. Ihr Wein zeichnet sich vor allem durch Körperreichtum aus. Das Aroma ist weniger charakteristisch als das eines Rieslings oder Gewürztraminers, dafür kann der Chardonnay den Charakter der Weinbergslage gut zum Ausdruck bringen. Bei ungenügender Traubenreife wirkt er jedoch dünn und grasig. Daher besitzt ein guter Chardonnay stets einen verhältnismäßig hohen Alkoholgehalt, 13 % sind nicht selten. Als einer der wenigen Weißweine kann der Chardonnay durchaus vom Ausbau in Eichenfässern profitieren. Typisch ist sein Geschmack nach Walnüssen, zuweilen auch als rauchig bezeichnet. Bei später Lese hat er schon hervorragende Weine mit Edelfäule (Botrytis cinerea) hervorgebracht; insbesondere im Mâconnais, in Rumänien und in Neuseeland.

Dornfelder

Rotwein - Rebe

Die Dornfelder wurde 1955 vom Rebenzüchter August Herold aus Helfensteiner und Heroldrebe in Lauffen gekreuzt und benannt nach dem Weinbaufachmann Dornfeld. Seit Mitte der 90er-Jahre ist sie die am meisten gefragte Rotweinsorte und wird vor allem in der Pfalz und Württemberg angebaut. Sie gelingt dort nicht selten besser als der Spätburgunder. Mittlerweile ist Dornfelder in fast allen deutschen Weinbaugebieten heimisch. Es gibt eine breite Palette der Weine, die, je nach Vinifizierung, von leicht bis kräftig reicht.

Merkmale: Frühreifende Sorte.

Weintypus: Betont fruchtig, tiefdunkel und markant. Guter Begleiter zu den unterschiedlichsten Gerichten - je nach Ausbau.

Dunkelfelder

Rotwein - Rebe

Die Dunkelfelder wurde um 1900 von Rebenzüchter Gustav August Froelich in Edenkoben/Pfalz gekreuzt, vermutlich aus Färbertraube und Portugieser.

Die Rebe wurde ursprünglich als Färbersorte gezüchtet, wird heute aber immer öfter auch reinsortig ausgebaut. Am häufigsten geschieht dies in den deutschen Weinbaugebieten Pfalz, Baden und Rheinhessen.

Merkmale: Frühe Reife.

Weintypus: Tief dunkelroter, kräftiger und markanter Wein.

Grauer Burgunder, Ruländer

Weißwein - Rebe

Die Ruländer wurde 1711 in einem Garten in Speyer vom Kaufmann Johann Seger Ruland (1683 - 1745) entdeckt.

Auch: Pinot Gris, Pinot Grigio, Ruländer, Malloisie, Tokay d'Alsace.

Sie ist eine Mutation des Blauen Burgunders aus der vielfältigen Familie der Burgunder. Als Pinot Gris in Frankreich weitverbreitet, darüber hinaus in Deutschland und Österreich als Grauburgunder, speziell in Baden als Ruländer, in Italien als Pinot Grigio, im Wallis als Malloisie, im Elsass oft noch als Tokay, liefert diese Rebe ausgezeichnete Weißweine. Die guten grauen Burgunder strahlen in einem kräftigen Goldgelb, bei sehr guten Qualitäten auch mit Brauntönen. Würzig und gehaltvoll im Geschmack passen sie hervorragend zu Geflügel, hellem Braten und leichtem Käse.

Weintypus: Ruländer - körperreich und edelsüß. Grauburgunder - trocken, kräftig, elegant.

Gutedel

Weißwein - Rebe

Gutedel ist der deutsche Name für die Chasselas-Traube. Sie wurde schon vor ca. 400 Jahren - auch als Dorin - im Wallis angebaut. Wohlschmeckende Tafeltraube. Die Rebe weist eine große Formenfülle, was auf das hohe Alter hinweist. In der Westschweiz ist Gutedel die prägende Rebsorte, auch in Deutschland - hauptsächlich im Markgräflerland (Süd-Baden) - und Spanien verbreitet.

Weintypus: Einfache, leichte, lebendige Weine.

Heroldrebe

Rotwein - Rebe

Die Heroldrebe ist eine etwas in Vergessenheit geratene Rotwein-Rebe, eine Kreuzung aus blauem Portugieser und Lemberger. Sie wurde 1929 von August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg gezüchtet. Die Verbreitung dieser Neuzüchtung beschränkt sich auf die Pfalz, Rheinhessen und Württemberg; bei rückläufiger Tendenz sind in Deutschland noch etwa 200 Hektar mit dieser Rebe bestockt.

Weintypus: Lässt sich hervorragend zu einem fruchtigen, vollmundigen und dennoch milden und leichten Rosé (oder Weißherbst) verarbeiten. Eignet sich ideal als frischer Sommerwein.

St. Laurent
Rotwein - Rebe

Auch: Laurenzitraube, Sankt Lorenz Traube, Pinot St. Laurent.

Älteste Vorkommen im Elsaß, benannt nach dem Hl. St. Laurentius. Mitte des 19. Jahrhunderts nach Deutschland gebracht. Die Rebe wird in Österreich und Deutschland vorsichtig immer weiter ausgebaut. Die Vorteile von St. Laurent liegen in ihrem Endprodukt: sie vermag sehr fruchtige, süffige Weine hervorzubringen, die speziell mit Wildgerichten aber auch Käse hervorragend harmonieren.

Merkmale: Frühreifend mit mittleren Lageansprüchen

Weintypus: Tiefrote, vollfruchtige und samtige Rotweine.

Léon Millot

Rotwein - Rebe

Die Léon Millot ist eine 1911 im Oberlin-Institut in Colmar, Elsass, durch den französischen Züchter Eugène Kuhlmann (1858-1932) neu gezüchtete rote Rebsorte. Sie ist eine sehr hochwertige Hybrid-Rebe, die in Frankreich, Kanada und den USA angebaut wird, neuerdings auch bei Ökowinzern in Deutschland, allerdings auf relativ kleiner Fläche. Sie ist eine Kreuzung zwischen Riparia rupestris und Goldriesling.

Léon Millot weist eine hohe Pilzresistenz gegen den Mehltau wie auch gegen Botrytis cinerea auf. Somit kann weitgehend auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Diese Sorte ist somit speziell für kühlere Gegenden geeignet. Die Trauben sind mittelgross bis klein und erinnern an kleintraubige Burgunderklone.

Die Rebsorte wurde nach dem Winzer und Baumschulgärtner Léon Millot benannt.

Synonym: Frühe Schwarze, Kuhlmann 194-2, Millot

Merkmale: Die Rebe ist sehr früh reifend und kann, wenn richtig angebaut, einen hohen Ertrag mit dennoch ordentlicher Qualität liefern. Bei hohem Reifegrad durchgegoren scheint der Wein die besten Resultate zu bringen.

Weintypus: Der Wein ist samtig elegant bis kräftig mit einem weichen Gerbstoff. Je nach Ausbau entsteht ein kräftiger Wein mit leichtem Fox-Ton.

Maréchal Foch

Rotwein - Rebe

Maréchal Foch ist eine Anfang des 20. Jahrhunderts im Elsass durch den französischen Züchter Eugène Kuhlmann (1858-1932) neu gezüchtete rote Rebsorte und wurde nach dem berühmten französischen General Foch benannt. Sie ist eine Kreuzung zwischen Riparia rupestris und Goldriesling. Heute wird sie, nachdem sie an der Loire, wo sie einige Zeit ausgedehnt angebaut wurde, verschwunden ist, nur noch in den USA und in Kanada angebaut. Neuerdings mit geringen Flächen in der Schweiz und Baden, speziell bei Ökowinzern. Im Geschmack ähnelt die Maréchal Foch entfernt an Pinot Noir.

Merkmale: Frühe Reife, mit hoher Pilzresistenz gegen den Mehltau wie auch gegen Botrytis cinerea. Somit kann weitgehend auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden.

Weintypus: Es lässt sich je nach Art der Vinifikation ein interessanter, kräftiger Wein mit leichtem Fox-Ton bereiten, mit etwas südländischem Charakter.

Marzemino

Rotwein - Rebe

Die alte rote Rebsorte Marzemino stammt vermutlich aus Italien. Sie ist bereits seit dem 15. Jahrhundert im Etschtal (südlich von Trient Val Lagarina z. dt. Lagertal genannt) im norditalienischen Trentino nachgewiesen. Häufig wird auch behauptet, die Rebsorte stamme aus einem Kärntner Dorf namens Marzemin. Ein solches Dorf gibt es jedoch nicht.

Lorenzo Da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) haben mit der Oper Don Giovanni dem Marzemino-Wein mit dem Ausruf "Versa il vino! Eccellente Marzemino!" ein Denkmal gesetzt. Früher war die Marzemino Bestandteil des Rezepts des Chianti. Heute wird sie noch in kleinen Mengen in den Regionen Trentino-Südtirol, Emilia-Romagna, Lombardei und Venetien kultiviert. Sie wird zum Beispiel in den DOC - Weinen Breganze, Capriano del Colle, Cellatica, Colli di Conegliano, Garda und Trentino verwendet.

Synonyme: Barzemin, Bassamino, Berzemino Calopico, Bossamino, Marzemino gentile, Marzemino Padovano, Uva Tedesco.

Merkmale: Sehr spät reifende Sorte.

Weintypus: Fruchtige und leicht bittere Weine, granat- bis dunkelrote Farbe mit einem Pflaumen- und Kirsch-Bukett.

Merlot

Die Merlot ist eine Rotwein-Rebsorte.

Synonyme: Bégney, Bigney oder Bigney Rouge, Crabutet, Langon, Médoc Noir, Merlau, Merle Petite, Merlô, Merlot Noir, Merlott, Odzalesi, Petit Merle, Plant du Médoc, Plant Médoc, Saint-Macaire, Sème de la Canau, Sème Dou Flube, Sémillon Rouge oder Semilhoun Rouge, Vitraille.

Als reiner Sortenwein, so, wie er in Übersee oder im Kanton Tessin ausgebaut wird, ist der Merlot selten anzutreffen. Dies gilt speziell für den italienischen Anbau. Es gibt nur wenige Ausnahmen von dieser Regel, wie etwa in Frankreich. Dort werden die teuersten Weine von Bordeaux als reine oder fast reine höchstklassige Merlots erzeugt: siehe Château Petrus.

An hohem oder geringem Merlot-Einsatz teilt sich regelmäßig die Bordelaiser Jahrgangs-Qualität: War die Reifezeit lang, so sind oft die Cabernet-betonten Weine die besseren; war die Reifungsphase jedoch witterungsbedingt eingeschränkt, so stehen oft die hoch Merlot-haltigen Weine vorn. Am gravierendsten sind die Unterschiede, wenn guter Merlot eingebracht wurde und dann die spätere Cabernet-Ernte verregnete. Dieses Wissen kennzeichnet den Bordeaux-Kenner: Man spricht mit Bezug zum Merlot über

- Weine vom "Rechten Ufer": Saint-Émilion und Pomerol mit viel Merlot-Einsatz liegen am rechten Ufer der Dordogne bzw.

- Weine vom "Linken Ufer": die Médoc-Halbinsel bildet das linke Ufer der Garonne. Dort werden zumeist, aber nicht immer, Weine mit Cabernet-Betonung erzeugt.

In den Cuvées machen sich bereits Minderheitsanteile Merlot vorteilhaft bemerkbar: die Weine werden früher zugänglich, möglicherweise jedoch unter Einbußen bei der Langzeit-Haltbarkeit.

In fast allen Weinbauregionen der Welt spielt der Merlot eine gewichtige Rolle. Die geschätzte bestockte Fläche liegt bei weltweit ca. 200.000 Hektar. Der Merlot steht damit an siebter Stelle des weltweiten Rebsortenspiegels. Hauptanbaugebiete liegen dabei in Frankreich (insgesamt 101.000 Hektar, Stand 2004), Italien (ca. 32.000 Hektar), Bulgarien (ca. 15.000 Hektar), USA (ca. 16.000 Hektar), Chile (12.900 Hektar, Stand 2004) und Australien (10.800 Hektar, Stand 2005). Kleinere Anpflanzungen gibt es auch in der Schweiz.

Es gibt auch die Mutationen Merlot Gris und Merlot Rose (ca. 1980 in Brasilien entdeckt).

In Deutschland gibt es in den vergangenen Jahren immer mehr ehrgeizige, jedoch meist örtlich recht umstrittene Versuche, hochwertigen Merlot zu erzeugen. Bei etlichen engagierten Winzern in der Pfalz sind mittlerweile interessante Resultate zu schmecken (Stand 2004).

Merkmale: Merlot reift relativ früh und in vielen Gegenden Mitteleuropas daher auch gut aus; man kann ihn bereits ca. zwei oder drei Wochen vor den Cabernet-Sorten ernten. Merlot eignet sich bestens zum Verfeinern und Harmonisieren anderer Sorten, wobei sich als der wohl geeignetste Partner der Cabernet Sauvignon herauskristallisiert hat. Dabei kommt dem Merlot zugute, dass er gut mit Eiche harmoniert, sich also zur Fasslagerung (im Barrique) empfiehlt. Daher haben fast alle Bordeaux-Weine einen mehr oder minder hohen Anteil Merlot in der Cuvée.

Weintypus: Der Merlot ist weich, schmeckt ein wenig nach Pflaumen, hat einen mittleren bis hohen Alkohol-Gehalt. Die Farbe dieses Weines ist dunkelrot. In der Alterung (mittel bis gut) kann ein Merlot gewinnen und weicher werden, oft jedoch verfliegen die Fruchtaromen, und Kräuteraromen drängen in den Vordergrund.

Morio Muskat

Weißwein - Rebe

Die Morio-Muskat trägt in ihrem Namen den Begriff Muskat, ihre Aromen erinnern deutlich an Muskateller, aber dennoch ist diese Rebsorte nicht mit dem Muskateller verwandt, sondern eine Kreuzung von Silvaner und Weißburgunder.

Diese Muskateller-Aromen trugen zur früheren Popularität dieser Rebsorte bei, die vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen angebaut wird. Die Morio-Muskat wurde vor allem dazu verwendet, Weine aus flacheren Rebsorten mit einer gewissen Aromatik zu versehen. Sortenrein angebaut kann die Morio-Muskat durchaus interessante Weine ergeben.

Merkmale: Muss in sehr guten Lagen stehen.

Weintypus: Bukettreicher Weißwein.

Müller-Thurgau, Rivaner

Weißwein - Rebe

Die Müller-Thurgau ist eine Züchtung von Prof. Dr. Müller aus dem Kanton Thurgau in der Schweiz, dem im Jahre 1882 in Geisenheim diese Kreuzung aus Gutedel und Silvaner gelang (neuere Forschungen sagen allerdings Riesling und Chasselas). Mittlerweile ist sie eine der am häufigsten angebauten Rebsorten Deutschlands und nimmt im mengenmäßigen Absatz die Spitzenposition ein.

Einige Winzer haben in jüngerer Vergangenheit mit trocken ausgebauten, jungen, frischen Müller-Thurgau-Weinen gute Erfolge erzielt. Die Kreation des Namens Rivaner für diese Weine ist allerdings sehr irreführend, da sie weder mit Riesling noch mit Silvaner etwas zu tun haben, was natürlich oft vermutet wird. Im Sommer ist ein sauberer Müller-Thurgau ein ausgezeichneter Schorle-Wein.

Synonyme sind Riesling und Silvaner, Rizlingszilvani (Ungarn).

Merkmale: Reift früh und sammelt rasch Zucker.

Weintypus: Meist einfache, duftige Weine mit leichtem Muskatton. In höheren Qualitäten zeichnen sich die hellen, goldgelben Weine durch ein feines Pfirsich-Aroma aus.

Portugieser

Rotwein - Rebe

Die Blaue Portugieser ist eine alte, rote Rebsorte aus dem Donaubereich. Sie ist in ganz Südosteuropa weitverbreitet mit deshalb zahlreichen Synonymen: Autrichien, Badener, Blaue Feslauertraube, Feslauer, in Ungarn Kékoporto, in Slowenien Modra Portugalka, in Rumänien Oporto, in Kroatien Portugaljka oder Portugizac Crzni, in Frankreich Portugais Bleu, Portugieser und Vöslauer.

Es wird erzählt, dass die Traube 1772 von der portugiesischen Stadt Porto in das österreichische Bad Vöslau gelangt sei. Von dort verbreitete sie sich nach Deutschland, vor allem in die Anbaugebiete Rheinhessen und Pfalz. Allerdings ist die Traube in Portugal völlig unbekannt. So nimmt man heute an, dass sie auch diesem Bereich, vermutlich Österreich, entstammt.

Die Anbaufläche in Deutschland (Stand: 1. März 2004) umfasst 4.980 ha (= 4,8 % der Rebfläche).

Der Blaue Portugieser eignet sich auch sehr gut als Tafeltraube, gelangt aber als solche nicht in den Handel, da der Vertrieb von sogenannten Keltertrauben (also Trauben, aus denen Wein hergestellt wird) als Tafeltrauben in der EU nicht gestattet ist.

Merkmale: Vorteil der Blauen Portugieser ist, dass sie fast mit allen (außer schweren, feuchten und kühlen), auch mit nährstoffarmen und sandigen Böden, zurecht kommt. Auch flache Lagen akzeptiert sie und lässt sich dort gut maschinell bearbeiten. Weil ihr Holz nicht allzu hart ist verträgt sie aber keine scharfen Winterfröste und durch das frühe und zuverlässige Austreiben auch keine Spätfroste im Frühjahr. Sie wird oft schon in der ersten Septemberhälfte geerntet und ist bereits im nächsten Frühjahr gut trinkbar.

Weintypus: Aus der Weinsorte wird ein meist einfacher rubinroter Wein gekeltert, der sich durch eine frische Säure und leichten Körper im Geschmack auszeichnet. Häufig wird er auch als Rosé (Weißherbst) ausgebaut. Der Wein gilt als angenehm, süffig, frisch und vollmundig und spielte in der Pfalz als Schoppenwein eine ähnliche Rolle wie der Trollinger in Württemberg. Er passt zu leichten Speisen und wurde bzw. wird auch vielfach mit Zitronensprudel oder saurem Sprudel als Weinschorle süß oder sauer zum Genießen und Durstlöschen getrunken.

Regent

Rotwein - Rebe

Regent ist eine Neuzüchtung (1967 Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und Chambourcin) und erhielt erst 1996 die Sortenzulassung (Klassifizierung). Die Züchtung geht auf Gerhardt Alleweldt zurück und wurde am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof entwickelt. Die Regent wird hauptsächlich in Deutschland angebaut. Vielfach befindet sie sich noch im Versuchsanbau. Ihre Anbaufläche(= Verbreitungsgebiet) in Deutschland betrug 2004 2037 ha.

Merkmale: Ist zur Zeit die bedeutendste pilzwiderstandsfähige Qualitäts-Rebsorte weltweit.

Weintypus: Die Weine sind von guter Qualität. In der Farbe sind sie tiefrot, im Geschmack weisen sie kräftige Tannine und eine gute Struktur auf. Ersten Versuchen nach eignet sich die Regent auch für den Ausbau im Barrique.

Riesling, Weißer Riesling

Weißwein - Rebe

Die Riesling hat sich vermutlich aus einer Wildrebe entwickelt und ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt.

Sie ist derzeit die deutsche Rebsorte schlechthin. In guten Jahren können die Weine, mit ihrer kräftigen harmonischen Säure und ihrer langen Haltbarkeit, durchaus zu den international anerkannten Spitzenweinen zählen. Die Rebe ist in sämtlichen deutschen Weinbaugebieten zu finden. Riesling eignet sich darüber hinaus hervorragend als Grundwein zur Sektherstellung.

Merkmale: Späte Reife, geringe Frostempfindlichkeit.

Weintypus: Rassig, fruchtige Säure, elegant, feines Pfirsich-Bukett, "König der Weißweine".

Sauvignon Blanc

Weißwein - Rebe

Die Sauvignon Blanc ist eine Weißwein-Rebsorte mit ungewisser Herkunft, aber starker Verbreitung. Synonyme: Blanc Fumé, Sauvignon Jaune, Quinechon, Muskat-Sylvaner, Muskatni Silvanec, Champagne, Sciampagna, Feigentraube, Gros Sauvig-non, Pinot Mestny Bely.

Die europäische Heimat der Rebsorte ist das französische Loiretal, Sancerre und Pouilly-Fumé sind die großen Namen. Sauvignon ist auch in Bordeaux bedeutend und in vielen anderen Bereichen Europas, wie in Italien im Veneto und Friaul, in Slowenien, aber auch in Spanien, Serbien, Kroatien, Ungarn und den meisten anderen osteuropäischen Staaten.

In Österreich ist sie speziell in der Steiermark bedeutend. Für den deutschen Weinanbau spielt sie mengenmäßig noch keine große Rolle, wird aber zunehmend und erfolgreich von rund 200 Erzeugern, unter ihnen auch bekannte Weingüter, in allen deutschen Anbaugebieten mit Ausnahme von Sachsen, Mittelrhein und Ahr kultiviert. Die größten Anbauflächen befanden sich 2004 in der Pfalz (61 ha), Baden (31 ha) und Rheinhessen (24 ha).

In Südwestfrankreich bei Bordeaux ist sie im Gebiet von Sauternes meist der kleinere Verschnitt-Partner in einer Cuvée mit dem Sémillon zur Erzeugung von hochklassigen Süßweinen. Der Name Blanc Fume ist in Kalifornien gebräuchlich. Dort wird er manchmal in Eiche ausgebaut, was ihm eher den Charakter tropischer Früchte verleiht. In Neuseeland sind seine Weine - besonders die aus Marlborough, wobei der Cloudy Bay schon zum Kultwein geworden ist - inzwischen zum klassischen Typ aufgerückt, dem die australischen Versionen nur manchmal nahekommen können. Auch in Chile (in der Region Casablanca) und in Südafrika wird Sauvignon Blanc zunehmen erfolgreich angebaut.

Merkmale: Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Rebe nach Chardonnay.

Weintypus: Sortenrein ergibt sie einen frischen Wein mit eigenwilligen, pikanten Johannis- und Stachelbeeraromen, häufig auch "grünen" Noten (frisch gemähtes Gras), und einem unnachahmlichen Mineralton.

Scheurebe

Weißwein - Rebe

Von Züchter Dr. Georg Scheu, der auch für viele andere Sorten verantwortlich zeichnet, 1916 aus den Rebsorten Silvaner und Riesling in Alzey gekreuzt. Erinnert an Riesling.

Merkmale: Eignet sich zum Ausbau für trockene Weine mit Charakter als auch für gute edelsüße Weine.

Weintypus: An schwarze Johannisbeeren erinnernder Duft, bukettbetont, elegant fruchtige Säure.

Schwarzriesling

Rotwein - Rebe

Schwarzriesling ist der deutsche Name für die Pinot Meunier. In Deutschland liegt das Haupanbaugebiet in Württemberg.

Schwarzriesling ist eine rote Rebsorte, die mit der Weißwein-Rebe Riesling nur Wuchs und Form gemeinsam hat. Sie galt lange Zeit als Mutante des Blauen Spätburgunders. Heute weiß man, dass die Schwarzriesling bei zahlreichen Kreuzungszüchtungen (sehr oft mit Traminer) beteiligt war, und die Urmutter der Burgunderfamilie darstellt. Die Anbaufläche in Deutschland umfasst 2.517 ha (= 2,4 % der Rebfläche; Stand: 1. März 2004). Davon liegen drei Viertel in Württemberg.

Den Namen Pinot Meunier (Müller-Pinot) trägt sie in Frankreich deshalb, weil ihre stark behaarten Blätter auf der Unterseite aussehen, als seien sie mit Mehl bestäubt. In Deutschland ist deshalb auch Müllerrebe ein Synonym für den Schwarzriesling, in Österreich Blaue Postitschtraube (Anbau in der österreichischen Steiermark und in der Ostschweiz) und in Australien Miller's Burgundy (Anbau in Südostaustralien).

Eine unbehaarte Mutation der Schwarzriesling ist die Rebsorte Samtrot. Sie wurde 1928 in einem Heilbronner Weinberg entdeckt und 1929 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg zur Vermehrung übernommen. Samtrot wird ausschließlich in Württemberg angebaut, und hier hauptsächlich im Heilbronner Raum auf insgesamt 321 ha (Stand 2003). Die schwach tragende Sorte ist qualitativ dem Schwarzriesling überlegen.

In der Champagne nimmt der Schwarzriesling 30 % der Rebfläche ein (ca. 10.780 ha) und ist neben Spätburgunder und Chardonnay Bestandteil der Grundweine des Champagners. Die meisten Rebflächen liegen im Tal der Marne.

In Australien und in Kalifornien wird er wie Champagner mittels Flaschengärung ausgebaut. Genossen wird er in dieser Form als Aperitif, zu Vorspeisen und zu Fischgerichten.

Merkmale: Die Rebsorte stellt an Boden und Klima geringere Ansprüche als der Spätburgunder und gilt infolge des späten Austriebs als spätfrostunempfindlich.

Weintypus: Die Trauben liefern einen Wein mit rubin- bis ziegelroter Farbe und fruchtigem Aroma, der gerne als Dämmerschoppen aber auch zu Fleischgerichten oder in Verbindung mit Käse getrunken wird.

Spätburgunder

Rotwein - Rebe

Die Spätburgunder ist die klassische Traube des Burgund, von der Côte d'Or, wo ihre Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückzuverfolgen sind.

Auch: Blauburgunder, Pinot Nero, Pinot Noir.

Sie ist keine unkomplizierte Rebe. Im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutig, reagiert die Spätburgunder-Traube stark auf Klimaschwankungen (Hitze / Kälte). Ihre dünne Schale verlangt darüber hinaus eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da sie sehr schnell reißt oder bricht und damit eventuell zu früh ihren Saft freisetzt. Aufgrund ihrer unbestreitbaren Qualität findet Spätburgunder wieder zunehmend Beachtung, so nicht nur in ihrem Ursprungsland, sondern auch in Übersee (Australien, Neuseeland, Kalifornien, Südafrika u. a.) oder als fruchtige Blau- oder Spätburgunder in anderen Teilen Europas.

Die Alterung der Pinot Noir- Weine ist nur schwer vorauszusagen, Spitzenweine sind jedoch zweifellos sehr langlebig.

Weintypus: Körperreiche Rotweine, teils mit süßer Frucht.

Tempranillo

Rotwein - Rebe

Auch: Ull de Llebre, Cencibel, Tinto Fino, Tinto Aragonés oder (in Portugal) Tinto Roriz.

Die Tempranillo (kleine Frühe) ist eine bei uns noch recht unbekannte Rebsorte. Sie findet besonders in Spanien als Grundsorte Verwendung, speziell in der Rioja und Ribera del Duero. Die weltweite Verbreitung nimmt aufgrund der Eleganz und Fruch-tigkeit dieser Sorte ständig zu, obwohl sie sehr viel Pflege benötigt, leider noch relativ krankheitsanfällig ist, früh ( temprano ) reift und eher höhere, aber kühlere Lagen bevorzugt. Die reinen Tempranillo-Weine sind eher selten, können sich aber durchaus mit bekannteren Sorten messen. Der reinsortige Ausbau nimmt stetig zu. Häufiger jedoch findet man sie nach wie vor im Verschnitt mit intensiveren Sorten, oft mit Garnacha oder Cabernet-Sauvignon. Tempranillo ist die bedeutendste rote Rebsorte in Spanien. Insgesamt kommt sie in Spanien mit 1130 km² Anbaufläche allerdings nur auf den zweiten Platz unter den Rebsorten. Die Herkunft der Traube ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass der Tempranillo vom Spätburgunder abstammt. Nach der Befreiung Spaniens von den Mauren ließen sich in der Rioja Zisterzienser-Mönche nieder, die die ersten Rebstöcke pflanzten. Dabei profi-tierte der junge Weinbau vom steten Erfahrungsaustausch der Mönche mit dem französischen Burgund, wo der Weinbau schon zu jener Zeit eine lange Tradition hatte.

Die bekanntesten spanischen Anbaugebiete sind: La Rioja (an den Ufern des Ebro). Ribera del Duero an den Ufern des Duero-Flusses (östlich von Valladolid). Penedès. La Mancha, wo vor allem in Almansa und Valdepeñas große Flächen angebaut werden. Navarra, wo er vor allem mit Cabernet Sauvignon und gelegentlich mit Merlot verschnitten wird.

Rein ausgebaut wird er unter dem Namen Tinto Fino traditionell in Toro, was z.B. in Rioja und anderen spanischen Anbaugebieten erst in neuerer Zeit geschieht.

Merkmale: Die Tempranillo hat dickschalige Beeren, ist kompakt im Strunk und dient zur Erzeugung dunkler, langlebiger Weine. Damit gute Qualitäten erzeugt werden können sollten die Ernteerträge 60 dt/ha nicht übersteigen.

Weintypus: Der Wein hat ein kräftiges Rückgrat und einen duftigfruchtbetonten Charakter. Elegante Weiche und süße Tannine zeichnen ihn aus, weshalb er im Gegensatz zum Cabernet schon als Jungwein getrunken werden kann, obwohl seine Stärke erst im Barriqueausbau zur Geltung kommt. Die Weine sind nicht übermäßig alkoholstark (ca. 11-13 %) und haben ein großes Reifepotential im Holz.

Geschmacksnuancen von Kirschen, Trockenfrüchten, Pflaumen, Tabakblättern, Gewürzen, Leder, Lakritze und Bitterschokolade werden ihm - je nach Ausbau - nachgesagt.

Weißburgunder

Weißwein - Rebe

Die weiße Burgunder wird auch Weißburgunder oder Clevner genannt, als Pinot Blanc ist sie hauptsächlich im Elsaß bekannt. Sie ist eine seit dem 14. Jahrhundert bekannte Mutation des Grauen Burgunders. Die Weine aus Weißburgunder bestechen bei gekonnt trockenem Ausbau durch ein angenehm feines Aroma und harmonieren deshalb besonders gut mit leichter Küche. Beliebt daher etwa in der Spargelsaison.

Merkmale: Eignet sich sehr gut zum Barrique-Ausbau.

Weintypus: Sanftwürziges Bukett und rassige Säure.

 Weintemperatur

Die Temperatur eines Weines hat großen Einfluss auf dessen Genuss. Oft werden Weißweine viel zu kalt und Rotweine viel zu warm serviert. Bei zu kalten Weinen kommt die Geschmacksfülle nicht richtig zum Ausdruck, bei zu warmen Weinen tritt hingegen der Alkohol viel zu stark in den Vordergrund. Die richtige Temperatur hingegen gibt dem Wein die ganze Fülle.

Um den Genuss nicht zu beeinträchtigen muss der Wein auch möglichst langsam auf die richtige Trinktemperatur gebracht werden. Also auf keinen Fall das Eisfach oder heißes Wasser verwenden! Zu vertreten sind zwei bis vier Grad Celsius Temperaturänderung pro halbe Stunde.
Verwenden Sie am besten ein Wein-Thermometer zur Bestimmung der Temperatur, da man sich beim Schätzen leicht täuschen kann. Bitte dieses nicht vor den Gästen benützen, sondern diskret im Hintergrund!

Allgemein kann man sagen: lieber zu kalt als zu warm, da sich der Wein ja der Raumtemperatur noch anpasst.

    18° - 19° reifer, großer, gehaltvoller, schwerer Rotwein
    16° - 18° kräftiger, hochwertiger Rotwein
    14° - 16° einfacher Rotwein
    12° - 14° hochwertiger schwerer Weißwein, hohes Prädikat
    10° - 12° mittelschwerer Weißwein
      8° - 10° leichter, einfacher Weißwein
    6° - 8° Schaumwein, Sekt, Champagner

Die richtige Zeit

Es ist kein Gerede, sondern eine Tatsache, dass ein Öffnen des Weines zur rechten Zeit sein Aroma erst zu entfalten ermöglicht. Versuchen Sie es doch einfach mal:

    alte, schwere Weine:
    4 - 6
      h vor dem Genuss
    schwere Weine:
    1 - 2
      h vor dem Genuss
    Rotweine:
    30
      min vor dem Genuss
    Weißweine:
    10
      min vor dem Genuss